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Markteinführung von
Klimatisierungssystemen mit Gasmotor-Wärmepumpen |
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Mit Erdgas heizen und kühlen |
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Biossol* entwickelt derzeit Gaswärmepumpen
für die Wohnraumheizung die zwischen 4 und 6 kW Heizleistung plus
integriertem Spitzenlastkessel.
Die Wärmepumpen erreichen mittlere Jahreswirkungsgrade von rund
140%.
Damit werden pro Tag und Wärmepumpe gegenüber einer konventionellen
Gasheizung bis zu 4 Kubikmeter Erdgas eingespart! |
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* Griechenland |
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Der Einbau von Klimageräten ist
meist mit einer Erhöhung des elektrischen Leistungsbezugs verbunden. Eine
neue Generation gasmotorisch angetriebener Klimageräte aus Japan lässt
jetzt eine betriebskostensparende und auch primärenergetisch vorteilhafte
Lösung zu. Diese Geräte sorgen nicht nur für ein komfortables Raumklima
im Sommer, sondern übernehmen ganzjährig auch die Wärmeversorgung für
Heizung und evtl. Warmwassererbereitung. |

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Der Trend zur Glasarchitektur,
die verschärften Wärmedämm-Vorschriften aber auch ein höherer
Komfortanspruch haben die Nachfrage nach Raumklima-Anlagen in den letzten
Jahren stark angekurbelt. Durch die veränderten bauphysikalischen
Rahmenbedingungen sowie die zunehmende Ausstattung der Arbeitsplätze mit
EDV-Geräten ist der Heizwärmebedarf überproportional zurückgegangen,
der Kühlbedarf dagegen stark angestiegen. In
solchen Fällen stellt sich für Planer und Bauherr die Frage, ob es unter
diesen Gegebenheiten noch wirtschaftlich ist, separate Wärme- und Kälteerzeuger
zu installieren oder ob nicht eine Wärmepumpe mit Heiz- und Kühlfunktion
die betriebswirtschaftlich günstigere Lösung darstellt. |
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Viele solcher Überlegungen
scheiterten bislang zum einen an der nicht ausreichenden Verfügbarkeit
von Standardprodukten. Zum anderen konnten aber auch die vorhandenen
stromangetriebenen Klimaanlagen wirtschaftlich nicht überzeugen. Bei etwa
300 bis 500 Vollbenutzungsstunden eines Kaltwassersatzes oder eines
Klimagerätes lohnt sich in der Regel der Aufwand nicht, zumal der Nutzer
ganzjährig den höheren Strom-Leistungsbezug des Kühlsatzes in Rechnung
gestellt bekommt. Mit Erdgas als Antriebsenergie für Heiz- und Kühlzwecke
erübrigt sich die Diskussion um den elektrischen Leistungsbezug. Da bei
der Gas-Wärmepumpe Strom nur für die Nebenaggregate benötigt wird, beträgt
deren elektrische Leistungsaufnahme nur 1/10 dessen einer elektrischen Wärmepumpe
bzw. eines Kaltwassersatzes.
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Heizen und Kühlen mit einem
Aggregat |
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Die nun in Deutschland eingeführte
Gas-Wärmepumpen-Systemtechnik entspricht bezüglich des
klimatisierungstechnischen Wirkprinzips den bekannten VRV (Variable
Refrigerant Volume)- Systemen, also Anlagensystemen mit Kältemittel-Direktexpansion
in den Innengeräten. Diese sind seit Jahren in Deutschland bestens über
das Kältehandwerk bzw. über spezialisierte Unternehmen eingeführt.
Damit ist auf Anhieb eine flächendeckende Verkaufs- und
Serviceorganisation für Klimatisierungsanlagen auf der Basis von Gas-Wärmepumpen
(GHP) vorhanden. |

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Durch die Kopplung von
VRV-Anlagen mit einer Gasmotor-Wärmepumpe verbessert sich die
Heizfunktion gegenüber elektrisch angetriebenen VRV-Systemen spürbar.
Die Motorenabwärme steht direkt für den Heizbetrieb zur Verfügung.
Gleichzeitig entfallen die bei elektrisch angetriebenen VRV-Systemen im
Heizbetrieb notwendigen Abtauphasen des Verdampfers; ein enormer Zugewinn
an Komfort und Energieeffizienz. Durch die stufenlose Leistungsanpassung
des Gasmotors an die geforderte Leistung der Innengeräte wird eine sehr
exakte Einhaltung der Raum-Solltemperatur erreicht.
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Auch für SHK-Fachbetriebe
interessant |
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Da wassergeführte Heizungs- und
Klimasysteme in Deutschland stärker verbreitet sind als VRV-Systeme, wird
die Gas-Wärmepumpe auch zusammen mit einer
Speicher-Kondensator/Verdampfer-Pumpenstation angeboten. Mit dieser
Kompaktstation eröffnet sich für die Gas-Wärmepumpe das gesamte
Spektrum wassergeführter Heiz-/Kühlsysteme, also Fan-Coils,
Hydro-Deckengeräte, Induktionsgeräte, Kühl-Heizdecken und
Betonkerntemperierung. Energetisch und wirtschaftlich besonders
interessant sind Anwendungen, bei denen auf der einen Seite gekühlt oder
entfeuchtet werden muss, auf der anderen Seite aber ein hoher Bedarf an Wärme
unterschiedlichster Temperaturen besteht. Dazu zählen Schwimmbäder,
Hotels, Restaurants, lebensmittelverarbeitende Betriebe sowie industrielle
Anlagen. Selbst die Kombination aus Tiefkühlung und Warmwasserbereitung
bzw. Heizung bietet sich an, eine Anwendung die für Supermärkte
interessant sein dürfte. Grundsätzlich eignet sich die Gas-Wärmepumpe für
alle Prozesse, bei denen gleichzeitig Wärme und Kälte in einem
ausgeglichenen Verhältnis gebraucht werden.
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25 Jahre Klimatisierungsgeräte
mit Gas-Wärmepumpen |
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Gasmotorisch angetriebene
Klimageräte, so genannte Gas Heat Pumps (GHP), haben in Japan eine lange
Tradition. Die Ursprünge liegen bereits Ende der 70er Jahre, als es durch
die zunehmend hohe Wachstumsrate bei Klimageräten im Sommer zu Engpässen
bei der Stromversorgung kam. Damals gaben die drei führenden japanischen
Gasversorger, Tokyo Gas, Osaka Gas und Toho Gas, den Auftrag zur
Entwicklung von gasmotorisch angetriebenen Klimageräten zur Versorgung
von kleinen und mittelgroßen Gebäuden bis zu einer Größe von etwa
10.000 m2 Nutzfläche. Vorgabe war eine möglichst geringe Stromaufnahme,
die bei den damaligen Geräten bei etwa 1/10 der Nennkühlleistung lag. Da
Erdgas im Sommer generell in ausreichender Menge zur Verfügung steht,
wurde die GHP schnell als wirtschaftliche Alternative akzeptiert. Im Jahr
1991 wurden bereits 30.000 GHP in Japan verkauft. Die Anzahl der seit 1991
installierten GHP wird auf rund 400.000 geschätzt. |

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Positive Impulse für den
GHP-Markt gehen neuerdings von der Markteinführung sehr kleiner Geräte
mit 8,4 kW Nennkälteleistung aus. Die obere Leistungsgrenze liegt derzeit
bei einer Dreifach-Ausseneinheit bei 160 kW Nennkälteleistung. Vermehrt
sollen GHP jetzt auch im Bereich der Lebensmittelkühlung, z. B. in Supermärkten,
eingesetzt werden. Mit dem "warmen Ende" solcher Installationen
kann Brauchwasser bereitet, geheizt oder die Zuluft einer Klimaanlage erwärmt
werden.
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